Rechtliche Fragen

Testament

Für viele Menschen ist ein beruhigendes Gefühl, wenn sie sich vorausschauend mit den letzten Dingen beschäftigen. Ein Testament zu verfassen gehört dazu. 
Bei einem größeren Vermögen oder bei der Weitergabe von Immobilien ist es immer ratsam, ein Testament zu verfassen. Darin können über die gesetzlich vorgeschriebene Erbfolge hinaus andere Erben bestimmt werden. Auch Erben wie zum Beispiel unverheiratete Lebenspartner können durch ein Testament eingesetzt werden. Den gesetzlich vorgeschrieben Erben steht jedoch immer, auch unabhängig vom Testament, ein Pflichtteil zu.
Ein Testament ist  ohne notarielle Mitarbeit rechtsgültig, wenn es handschriftlich verfasst wurde. Der Ort, das Datum und die Unterschrift dürfen nicht fehlen. 
Ein Testament bei einem Notar zu verfassen hat den Vorteil, dass keine unklaren Formulierungen entstehen können. Damit ist das Testament juristisch abgesichert. 
Für nähere und aktuelle Informationen besuchen Sie die Seiten des Bundesministeriums für Justiz

www.bmjv.de/SharedDocs/Downloads/DE/Broschueren/DE/Erben_und_Vererben.pdf?__blob=publicationFile

 

Patientenverfügung

Es ist ungewiss, wie lange man ein Leben bewusst und in Gesundheit führen wird. Um für  die medizinische Behandlung im Fall einer Krankheit oder eines Unfalls vorzusorgen, kann eine Patientenverfügung sehr wichtig werden.

Eine Patientenverfügung betrifft die lebenserhaltenden medizinischen Maßnahmen und tritt dann in Kraft, wenn ein Patient seinen Willen nicht mehr wirksam äußern kann. Ohne die Verfügung wird der Patient automatisch zu seiner Lebenserhaltung versorgt. 
In einer Patientenverfügung legen Sie fest, wie viel und welche medizinische Versorgung Sie in Anspruch nehmen möchten bzw. welche sie ausschließen. 

Eine Patientenverfügung ist formlos gültig und muss mit Ihrem Namen und Datum versehen sein. Sie sollte am besten regelmäßig neu unterschrieben werden. Außerdem sollten Sie eine Person Ihres Vertrauens davon in Kenntnis setzen. Die Patientenverfügung kann auch ins Vorsorgeregister eingetragen werden. In einer Vorsorgevollmacht können Sie diejenige Person Ihres Vertrauens bestimmen, die im Krankheitsfall Ihre Interessen vertritt.

Man sollte die Formulierungen einer Patientenverfügung gut bedenken, da diese viel Einfluss haben werden. Formulierungshilfen und  weitere Informationen  finden Sie unter

www.bmjv.de/DE/Themen/Gesellschaft/Patientenverfuegung/patientenverfuegung_node.html

 

Erbrecht

Es ist eine bedeutende Entlastung für die Angehörigen, wenn materielle Angelegenheiten nicht erst im Trauerfall geklärt werden müssen. Daher ist es sinnvoll, einige Grundzüge des Erbrechts zu kennen. 
Falls kein rechtsgültiges Testament vorliegt, regelt allein die gesetzliche Erbfolge die Verteilung des Vermögens. Diese legt folgende Ordnung fest:

Erben erster Ordnung:
Ehepartner, Kinder, Enkel, Urenkel

Erben zweiter Ordnung:
Vater, Mutter, Schwester, Bruder, Neffe, Nichte, Großneffe 

Erben dritter Ordnung:
Großvater, Großmutter, Onkel, Tante, Cousine 

Gibt es ein Testament, so gilt die Erbfolge nur für den gesetzlichen Pflichtteil. Dieser steht den  Angehörigen oder Lebenspartnern zu und umfasst die Hälfte des gesetzlichen vorgeschriebenen Erbteils. 

Auf den Seiten des Bundesministeriums für Justiz finden Sie umfassende Informationen zu diesem Thema. Über die aktuelle gesetzliche Lage des Erbrechts erkundigen Sie sich bitte bei einem Juristen oder einem Notar.

www.bmjv.de/DE/Themen/Gesellschaft/Erbrecht/_node.html

 

Organspende 

Die Spende eines gesunden Organs kann Menschen, die einen schweren Unfall erlitten haben oder solchen, die unheilbar erkrankt sind, das Leben retten. Es ist eine zutiefst persönliche Entscheidung, ob man nach dem eigenen Tod bereit ist, ein Organ entnehmen zu lassen und es zu spenden. Sie hängt von ethischen oder religiösen Überzeugungen ab. Fällt die Entscheidung positiv aus, muss man unbedingt einen Organspenderausweis mit sich führen. Dieser weist Sie vor Ärzten und Sanitätern als Organspender aus und weist darauf hin, dass Sie einverstanden sind, wenn Ihnen ein gesundes Organ entnommen wird.
Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten des Bundesministerium für Gesundheit www.organspende-info.de